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Scheitelzellen und Apikalmeristeme

Zunächst zu den Begrifflichkeiten:

Scheitelzellen:

Teilungsaktive Zellen, die durch die Zellteilung und ihr vorheriges Zellwachstum zur Vergrößerung des Organismus beitragen. Von Scheitelzellen spricht man, wenn es sich um einzelne Zellen handelt.

Meristeme:

Teilungsaktives Gewebe, welches alle Gewebe eines Pflanzenorgans, wie der Wurzel oder des Sprosses, bildet.

Scheitelzellenwachstum:

Je nachdem wie viele Schnittebenen es in einer Scheitelzelle gibt, an denen sich die Zelle teilen kann, je nachdem entstehen verschiedene ausprägungen.
Gibt es nur 1 Schnittebene, so entsteht aus der Scheitelzelle ein fädiger Organismus, gibt es 2 Schnittebenen, so entsteht dagegen ein flächiger Organismus und sind es 3 Schnittebenen, so entsteht ein räumlicher Organismus.

Je nachdem wie sich eine Scheitelzelle teilt, entsteht ein anderes Teilungsmuster. Beispiele für einfache Teilungsmuster sind die Unterscheidung zwischen dem abgeben der Tochterzelle einer Scheitelzelle mit 1 Schnittebene immer an der selben Seite, wobei die Tochterzelle nicht mehr Teilungsaktiv ist und dem Abgeben in abwechselnder Richtung.
Im Fall des abgebens immer in die selbe Richtung spricht man von apikalem Wachstum. Wenn abwechselnd am einen und am anderen Ende der Zelle Zellen abgegeben werden, dann spricht man von interkalarem Wachstum.
Farn - Prothallium

Beispiele für einen Organismus mit einschneidigen Scheitelzellen wären verschiedene Algenarten, viele Moose, aber auch Farne, wenn man sie unter Rotlicht wachsen lässt.
Flächiges Wachstum findet sich auch bei Farnen. Diese beginnen unter Blaulicht und Weißlicht mit flächigem Wachstum, wobei das sogenannte Prothallium entsteht, aus welchem danach der Farn heraus wächst.
Räumliches Wachstum beginnt, sobald der Farn damit beginnt aus dem Prothallium heraus zu wachsen und die uns bekannten Farnpflanzen mit ihren Wedelblättern entstehen.

Meristemwachstum:

Das Wachstum durch ein Gewebe oder Meristem existiert bei allen Samenpflanzen.
Aus solchen Meristemen entsteht die Pflanze. Diese erkennt man bereits am Keimling einer Samenpflanze. Dieser hat 2 Vegetationspunkte(Apikalmeristeme). Den Spross-Vegetationspunkt in der Sprossachse und den Wurzelvegetationspunkt in der Wurzelspitze.
Bei Farnen handelte es sich noch nicht um Meristeme, sondern um dreischneidige Scheitelzellen.
Auch bei der Entstehung zB. einer Wurzel durch ein Meristem entstehen alle weiteren Gewebe durch ein festes Teilungsmuster.

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