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Ameisenfarm: Geduld…es gibt Fortschritte!

Reagenzglasnest mit Larven

Beim letzten Eintrag hatte ich ja schon erklärt, dass ich das Reagenzglasnest meiner Ameisenkönigin in rote Folie eingewickelt habe, da Ameisen kein rotes Licht sehen können und es ihnen so dunkel vorkommt. Ich kann auf diese Weise aber zumindest noch den einen oder anderen Blick auf sie erhaschen. So viel zur Theorie, die Praxis sah anders aus… Das hatte ich mir wohl etwas zu einfach vorgestellt. Leider war das Reagenzglasnest bereits bei Lieferung ziemlich dreckig, was schon bei normalem Licht störend sein kann. Außerdem handelt es sich bei der roten Folie auch nicht gerade um die ideale Folie. Daher stellt die nicht allzu transparente „Folie“ ein weiteres Hindernis beim Versuch dar, die Vorgänge im Reagenzglasnest zu verfolgen. Da ich die Königin nicht stören und von daher das Reagenzglasnest nicht aus der Arena nehmen wollte, stand ich vor einem kleinen Hindernis.

Letztlich gelang es mir mit Hilfe einer kleinen Lampe doch ein wenig Licht von hinten durch das Reagenzglasnest zu werfen. So konnte ich täglich den Umriss und die eine oder andere Bewegung meiner Ameisenkönigin beobachten. Oft saß sie einfach nur da und bewegte ihre Fühler, das ein oder andere mal krabbelte sie aber auch umher oder schien mal etwas zu tragen.

Aufgrund der schlechten Sichtverhältnisse konnte ich allerdings nur meine Ameisenkönigin definitiv identifizieren!

Ob und wie sich die Brut entwickelte? Fehlanzeige!

Schon seit einiger Zeit konnte ich einige Schatten sehen und fragte mich, ob es sich um Larven oder Puppen handeln könnte. Aber wirklich identifizieren ließ sich unter diesen Bedingungen leider nichts. Irgendwann wurde die Neugierde einfach zu groß! Ich nahm das Reagenzglasnest vorsichtig aus der Arena des Formicariums, schob die rote Folie zur Seite und da lagen sie: zwei große dicke Larven, sowie eine wesentlich kleinere!Ameisenkönigin mit Larven

Jetzt kann ich also endlich beruhigt aufatmen. Die Brut entwickelt sich und hoffentlich werde ich in einigen Wochen die ersten Arbeiterinnen herumkrabbeln sehen!

Übrigens: Die ersten Arbeiterinnen sind bei vielen Ameisenarten im Vergleich zu späteren Generationen besonders klein und werden daher Pygmäen genannt. Dies gilt als Anpassung an die Gründungsphase, in der die Ameisenkönigin nur von ihren Reserven wie ihrer Flugmuskulatur lebt und auch den Nachwuchs durch diese Reserven ernährt.

 

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